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Diabetes Geschichte
Hi,
Ich war zehn Jahre alt als mein Mutter bemerkte, dass ich sehr viel getrunken habe und auch sehr viel Zeit auf der Toilette verbracht habe. Meine Mutter vermutete Diabetes Typ 1. Also testeten wir es mit einem Urin - Teststreifen. Der wiederum wirklich Glukose im Urin anzeigte. Ich wollte es nicht glauben, also schauten wir ob die Teststreifen noch haltbar waren und siehe da: Sie waren nicht mehr haltbar. Also dachte ich, ich wäre gerettet, aber ich dachte eben nur. Meine Mama bestand darauf zum Kinderarzt zu fahren und meinen Blutzucker messen zu lassen. Das Messgerät des Kinderartztes konnte einen Blutzucker bis zu 600 messen . Ich war aber noch viel höher, so dass das Messgerät nur noch "hoch " anzeigen konnte. Wir waren total geschockt. Die Kinderärtztin wollte uns mit einem Krankenwagen ins Krankenhaus bringen lassen, doch meine Mutter wollte lieber selber fahren. Im Krankenhaus musste ich dann 10 Tage bleiben. Dort hatte ich regelmäßig Schulungen (zwei mal am Tag) und ich hing am Tropf. Später sollte mich eine Krankenschwester mit dem Pen spritzen, aber davor hatte ich solche Angst, dass ich vor der Krankenschwester geflohen bin. Am Ende fand ich es aber gar nicht so schlimm.Doch mittlerweile habe ich eine Pumpe (T Slim X2) und einen Sensor (Dexcom G6). Damit komme ich auch super zurecht, aber als wir den Dexcom G6 haben wollten, war das Krankenhaus wenig überzeugt davon. So wenig, dass wir am Ende nicht weiter wussten und mein Vater einen Riesenaufstand gemacht hat. Als wir den Sensor dann endlich hatten, sollte ich dann auch noch im Krankenhaus übernachten. Aber "Nein"! Also Aufstand Nummer 2: Der glücklicherweise ebenfalls funktionierte. Nun komme ich mit Diabetes gut. Klar, natürlich würde ich ihn machnchmal gerne auf den Mond schießen, aber ich glaube, jeder würde das gerne tun.
Ich würde mich freuen, wenn auch ihr eure Diabetes Geschichte dazu schreibt. ;)
Liebe Grüße Hanna
Patienten-Daten
Max Mustermann
14 Jahre alt
Diagnose vor 4 Jahren
12345 Musterstadt
Therapie-Daten
Pumpe - Tandem t:slim X2
Dexcom G6
systemeigener Loop
Hallo,
Hier die Geschichte meiner Tochter.
Sie ist im Januar 2021 2 Jahre alt geworden, sie hat schon immer viel getrunken und musste somit auch viel piepi also denkt man sich ja nichts dabei...
Sie war dann aber über wochen hin eher träge und schlapp lag viel auf dem Sofa und hat viel geschlafen. Haben es beim Kinderarzt checken lassen der meinte vielleicht ein Infekt oder so sollen es einfach weiter beobachten.
Zu dieser Zeit war meine Tochter gerade in der Windelfrei phase also so das sie auf klo gegangen ist, so ca. alle 30-60 min. das kam mir dann schon irgendwie irgendwann sehr komisch vor aber habe mir erstmal nichts weiter dabei gedacht.
Bis sie einige Tage später meinte es tut weh beim piepi machen, dachte erst an eine Blasenentzündung also mit Urinprobe zum Kinderarzt. Der meinte dann recht schnell da ist Zucker im Urin. Also wurde bei meiner Tochter der Blutzucker gemessen 1. Messung Messgerät zeigt "HI" also über 600, 2. Messung 15 min. später 549mg/d haben dann sofort eine Einweisung in die Klinik bekommen.
Dort waren wir dann 2 Tage auf kinderintensiv an Insulin und weiteren Dingen angeschlossen um der Entgleisung wieder auf einen "normalen" Wert zu bekommen. Dann waren wir noch 2,5 Wochen auf der Kinderstation dort hat meine Tochter dann gleich ihre Pumpe und den Sensor bekommen und mein Mann und ich mussten alles zu lernen wie man KE berechnet, wie man badalraten berechnet, Bolus abgibt usw.
Heute ist der Diabetes alltag und es ist sehr routiniert geworden.
Patienten-Daten
Max Mustermann
7 Jahre alt
Diagnose vor 4 Jahren
12345 Musterstadt
Therapie-Daten
Pumpe - Medtronic MiniMed 640G
FreeStyle Libre 3
kein Loop
Hallo
ich war 17 Jahre alt, in der Maturaklasse und hatte kurz vor Weihnachten einen Operationstermin (gutartiger Tumor am Knie).
Im Nachhinein gab es Anzeichen aber hey ich war ein Teenager und mehr Durst oder müde sein war kein wirkliches Alarmzeichen.
Bei der Voruntersuchung zur OP wurde jedenfalls mein Typ 1 Diabetes entdeckt und statt in den OP ging es zur stationären Einstellung. Leider wurde damals nur auf den körperlichen Aspekt der Krankheit geschaut und ich habe bis vor ca. 1 Jahr kein gesundes Verhältnis zu meinem "ungenügenden" Körper gehabt.
Ich habe mich ewig gegen einen Sensor gewehrt- eine Pumpe war undenkbar- dann sieht man ja von Weitem, dass ich nicht in Ordnung bin ?
Ja, so hab ich gedacht und entsprechend schlecht war ich eingestellt. Irgendwann haben wir uns entschieden ein Kind zu bekommen und bevor ich schwanger wurde habe ich mich überwunden, mir den Libre geholt und besser auf mich geachtet. Ich hatte eine Traumschwangerschaft mit richtig guten Werten. Leider neige ich zu Depressionen und als mein zweites Baby ein Jahr alt war begann der Anfang vom Ende. Ständig kranke Kinder, kaum Unterstützung, dauernd Stress und auf mich hab ich nicht mehr geachtet.
vor ca. einem Jahr hatte ich dann eine starke Kieferentzündung und viel zu hohe Werte. Ich wurde nachts bewusstlos, mein Mann fand mich noch rechtzeitig aber ich lag 3 Tage intensiv und 10 auf Station. Danach war ich 5 Wochen auf Reha mit Psychotherapie und Zuckereinstellung. Das hat mich aufgeweckt.
Ich trage seit 3 Monaten die 780G. Ich hasse die Sensoren (sind echt mies im Vergleich zu Libre) aber ich bin so dankbar für die Pumpe und meine tollen Werte. Ob nun jemand sieht, dass ich krank bin ist mir mittlerweile egal. Es lässt sich nicht ändern und das kann ich akzeptieren.
Wenn jemand neben meiner Tochter (6) fragt was ich hab erklärt sie immer "meine Mama ist einfach zu süß", das wiederum finde ich unglaublich süß ? .
Warum ich das hier schreibe? Weil ich hoffe, dass es vielleicht irgendjemandem Mut macht. Man kann mit Diabetes gut leben auch wenn es bei mir fast 20 Jahre gedauert hat.
Patienten-Daten
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Therapie-Daten
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Hallo,
ich würde euch gerne auch berichten von meiner Diabetes Geschichte. Also bei mir hat sich das am 17.01.2020 rausgestellt, ich habe aber schon viel eher gemerkt, dass irgendwas anders ist, und das nicht normal ist. Ich habe jeden Tag immer weiter abgenommen; was nicht normal war, egal wie viel ich getrunken habe, oder garnichts, ich musste ständig auf Toilette; Hunger hatte ich auch sehr sehr selten. Dann war ich auf Klassenfahrt; da wusste ich noch nichts davon, aber habe immer wieder gemerkt da stimmt was nicht, ich habe nur noch Wasser getrunken, nichts anderes, immer wenn wir Pause gemacht haben auf Raststätten, musste ich auf Toilette; und jedesmal habe ich weiter abgenommen. Wo ich zuhause war, bin ich zum Arzt und habe das checken lassen, bis mir der Arzt irgendwann sagte, dass es Typ 1 Diabetes ist, ich war total schockiert und wusste nicht was ich sagen soll, an dem Tag wurde ich auch direkt ins Krankenhaus eingewiesen, und dann haben sie da mit mir noch Test gemacht, und mich komplett gecheckt. Paar Wochen war ich im Krankenhaus bis ich richtig eingestellt worden war. Festgestellt wurde es dann am 17.01.2020 offiziell und heute lebe ich schon 5 Jahre damit, heute mit einer Insulinpumpe MiniMed Medtronic 780G und dem Guardian 4 Sensor. Heute kann ich sagen; dass es mir besser geht, und alles super läuft, seitdem ich die Pumpe habe.
Patienten-Daten
Max Mustermann
22 Jahre alt
Diagnose vor 6 Jahren
12345 Musterstadt
Therapie-Daten
Pumpe - Medtronic MiniMed 780G
konventionelle Selbstmessung
kein Loop
Hallo!
Meine Diabetes-Geschichte hängt untrennbar mit der meiner Frau zusammen. Darum versuche ich UNSERE Geschichte chronologisch zu erzählen.
Meine Frau kam so um 1995 ins Krankenhaus mit einer (wie man später wusste) Enzündung der Bauchspeicheldrüse. Im Krankenhaus war man sich sicher: Typ1 oder eine Sonderform. Danach ging es zur Weiterbehandlung zu einem Internist, der sich um die Blutfettwerte Sorgen machte, aber überhaupt nicht um Diabetes.
Unser Hausarzt schickte sie dann in die nächste Stadt zur Diabetesschulung. Dort in der "Spezialklink" wusste man es auch ohne Diagnose viel besser als alle andern. Die Frau hatte Übergewicht. Ergo Typ2b
"B" stand umgangssprachlich für "Bauch" und so wurde sie als Typ 2 geführt und der Internist verschrieb ihr "Gucobay" (ohne irgend einen Erfolg) Mehr war seiner Meinung nach nicht nötig. Weil ihre Zuckerwerte immer schglimmer wurden, ermahnte er sie Diät zu halten "… sonst müssten Sie Insulin spritzen, aber gleich 5 mal täglich!" (nur als Druckmittel gedacht)
So jetzt komme ich ins Spiel!
Im Urlaub war mir nach einem ausladenden Frühstück ungewöhnlich Übel. Weil ein Blutzuckergerät der Frau da war, testete ich mich einmal … Oooops über 350mg/dL! Mit etwas sportlicher Betätigung wurde es wieder besser. Zuhause ging ich zum Hausarzt ihm das alles zu erzählen. Der wollte mir nicht glauben, weil ein HbA1c Wert von 4,9% (oder so ähnich) gemessen wurde. Ich blieb aber stur. So schickte er mich zu einer Schulung … auf der ich dann ein eigenes BZ-Gerät bekam. Mit meinen fortlaufenden Messungen wusste man dann, dass ich mit Diät keine normalen Werte halten konnte. Bei einem Arztgespräch weigerte ich mich, Tabletten, wie sie die Frau hat, zu schlucken … und bestand sofort auf Insulin, war mir der Hausarzt dann verschrieb.
Jetzt wieder zur Frau …
Sie sah, wie "einfach" ich meinen Zucker mit Insulin in den Griff bekam und wollte vom Internisten auch welches haben. "Um Gottes Willen! So etwas kann tötlich ausgehen … blablabla"
Die Frau ging dann zu einem Diabetologen und der bestätigte Typ1 (vielleicht auch so was wie Typ 3) und gab ihr auch Insulin. Nur war sie schon so weit verpfuscht, dass bei ihr die Erfolge auf sich warten ließen.
Ein großer Zeitsprung:
Ende 2015 stellte ein Neurologe zufällig fest, dass meine Frau bereits zwei unbemerkte Schlaganfälle hatte, wohl als Folge ihrer schlechten Einstellung von Diabetes und Fettwerte. zu weiteren Maßnahmen sah man keine direkte Veranlassung. Doch dann Ende Februar 2016 hatte sie einen lebensbedrohlichen Schlaganfall … dem dann nach zwei Monaten Krankenhaus und Reha ein weiterer leichterer Schlag folgte.
Nun hat sie GdB 100 GBH und einen Pflegegrad 4. Nur "gut" dass ich in Rente war und soweit Fit sie zu pfegen. Ich habe mein Management im Griff, nur das meiner Frau will nicht gelingen, da sie es nicht mehr begreift, wie wichtig gute Zuckerwerte sind. Da muss ich halt immer aufpassen. Wir haben jetzt eine schöne behindertengerechte Wohnung. Meine Frau braucht einen Rollator und für längere Strecken hat sie einen E-Rollstuhl, den sie selbst lenken kann. Ich muss nur aufpassen, dass sie im Verkehr keinen Mist baut. Aber die Straßenverkehrsordnung hat sie als ehemalige Berufskraftfahrerin bei der Post/DHL immer noch drauf. Nur mit dem Auto kann sie nicht mehr fahren.
Patienten-Daten
Max Mustermann
73 Jahre alt
Diagnose vor 28 Jahren
12345 Musterstadt
Therapie-Daten
Pen
Dexcom G7
kein Loop
Hallo,
Ich 45 bin Mutter von 4 wunderbaren Kindern. Ich bin selbst Typ1 und habe meinen Diabetes mit 16 Jahren bekommen. Besondere Anzeichen hab ich nicht besonders wahrgenommen, aber ich hatte ab und zu leichte Schwächeanfälle und nachdem ich beim Eislaufen einfach wie ein Brett aufs Eis fiel, weil ich in den Beinen einen Krampf bekommen hab, bin ich zum Hausarzt. Und da bekam ich meine Diagnose.
Mein Tochter hat ihre Diagnose mit 8 Jahren bekommen. Wir haben gemerkt, dass sie sehr viel getrunken hat und Acetongeruch entwickelt hat. Ich hab ihr den Zucker gemessen, mit viel Überredungskunst und der war über 200. Nach einer Überweisung in die Klinik wurde es bestätigt. Was ich im Nachhinein bereue, dass wir in diese Klinik gefahren sind, weil die Diabetesberaterin überhaupt nicht mit Kindern umgehen konnte. Meine Tochter wurde mit drei Krankenschwestern festgehalten und ihr wurde ihre erste Insulininjektion verabreicht. Erst ein Tag später wurde ihr erklärt, wie wichtig es ist usw. Eine verspätete Schulung.....
Zusätzlich eine Diagnose: extreme Spritzphobie.
Ich hab von der Beraterin den Satz bekommen: Von Ihnen hab ich mehr Unterstützung erwartet!
Ich hab einen richtigen Aufstand gemacht, den ich kenne eine gute Versogung durch eine gute Diabetespraxis, leider dürfen sie keine Kinder versorgen, aber diese Klinik ist ein wahrer Albtraum. Versorgung mangelhaft, Beratung erfolgt eher durch Einschüchterung, alles zusammen erfolgt auf keinen Fall zu guten Glukosewerten.
Nachdem wir endlich eine andere Diabetespraxis gefunden haben, läuft jetzt alles Besser. Meine Tochter hat den Unterschied sofort bemerkt und ist mir sehr dankbar, dass ich sie nie alleine lasse mit ihren Sorgen.
Ich hoffe ihr habt auch gute Diabetespraxis die euch unterstützt.
Bleibt alle stark.
Patienten-Daten
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Therapie-Daten
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